Kleines Lexikon
Dienstag, 25. Februar 2003Kai
- sitzen lassen, jemanden: Im Bus oder in der Bahn. Alte Omas oder Opis laß ich gerne sitzen. Froh darf man ausrufen "Juhu, jetzt hab ich einen sitzen!" (=>sitzen haben, einen)
- sitzen haben, einen: Tunichtgute Menschen, die stundenlang irgendwo ausharren, wo man diese keinesfalls länger erdulden kann. In der Küche z.B., während (nach) einer Party, so gegen fünf.
- widersetzen, sich: Wer schon viel zu lange irgendwo rumsteht, der sollte sich wieder setzen.
- besitzen, etwas: Irgendwo draufsitzen. "Ist das ihr Schrank?" - "Nein, ich besitze ihn nur."
- geradesitzen: (Gegenteil:schiefliegen); "He, das ist mein Kaktus, den können sie nicht haben (vgl. => besitzen)." - "Schon gut, ich wollte ja nur mal gerade sitzen."
- besetzen: (= konnotieren = dabeischreiben); "Du solltest in deinem Referat schon erwähnen, daß es um Polen geht." - "Das wollte ich soeben besetzen."
- sitzen, auf den Ohren: "Die neue Mütze sitzt ganz fantastisch auf den Ohren."
- stillsitzen: "Können sie nicht stillsitzen?" - "Auf sieben schreienden Schimpansen kann man leider nur lautsitzen."
- aufsetzen: "Frau Müller-Wurstrahm, würden sie dem Herrn Generaldirektor und mir bitte Tee aufsetzen." - "Danke, mir nicht, ich trage einen Hut."
- sitzen, in der Tinte: "Möchten sie lieber in der Tinte, oder dort drüben auf dem Trockenen sitzen?" - "Kann ich nicht hier hinten sitzen bleiben oder einfach widerstehen?"
- sitzen bleiben, auf etwas: Den Sitzplatz beibehalten. "Wenn nicht noch ein paar albanische Austernfischer zum Essen vorbeikommen, bleibt der Koch auf seinen Albatrossen in Aspik sitzen." - "Dabei ist das so ungesund für die Bandscheibe!"